Pflegezusatzversicherung: Kinder vor Pflegeheimkosten schützen

Für was soll ich noch alles Vorsorgen, mag sich der eine oder andere Denken, als er von der neuen Pflegezusatzversicherung gehört hat? Oder haben sie noch nichts davon gehört? Kennen sie den „Pflege-Bahr“ nicht? Dann schnell weiter.

Ist eine private Pflegeversicherung wirklich sinnvoll?

Pflegebedürftigkeit ist kurzfristig eine sehr teure Angelegenheit. Es gab in den letzten Tagen immer wieder Berichte in den Medien, dass Menschen durch die Pflege eines Angehörigen in finanzielle Bedrängnis geraten sind. Dies hat die Fraktion „die Linke“ zu einer Anfrage an die Bundesregierung veranlasst. In dieser Anfrage verweisen sie unter anderem auf einen Beitrag im Deutschlandradio. Dort wird von einer Tochter berichtet die in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Sie hatte über lange Zeit ihre Mutter gepflegt. Es bleibt abzuwarten wie die Antwort der Bundesregierung ausfallen wird.

Die Pflegeversicherung übernimmt inzwischen ein großes Leistungsspektrum, wie sie in meinen Beiträgen hier auf dem Infoportal lesen können. Trotz allem besteht, wie sie es in meinem Beitrag Pflegeheimkosten Angehörige nachlesen können immer die Möglichkeit, dass Kinder für ihre Eltern Kosten übernehmen müssen.

Elternunterhalt – Risiko minimieren

Durch eine Pflegezusatzversicherung habe ich die Möglichkeit, das Risiko der finanziellen Belastung durch eine Pflegebedürftigkeit für mich und meine Angehörigen zu reduzieren.

Was leistet eine solche Pflegezusatzversicherung? In einigen Kontexten wird, in Anlehnung an die
„Riester Rente“
* vom „Pflege-Bahr“ gesprochen?

Basistarif oder mehr Leistungen

In den Basistarifen bezahlt die Pflegezusatzversicherung im Pflegefall abhängig von der Pflegestufe bzw. zukünftig des Pflegegrades ein Pflegemonatsgeld. Die Höhe dieses Geldes ist bei den meisten Versicherern abhängig vom Alter bei Versicherungsbeginn und dem Betrag den ich monatlich einsetze.

Welche Vorteile entstehen durch „Pflege-Bahr“

Ähnlich wie bei der „Riester Rente“*ist die Pflegezusatzversicherung, wenn sie bestimmten Kriterien entspricht staatlich gefördert.

Stattliche Förderung bekommt man, wenn die Versicherung folgenden Kriterien entspricht:

  • Mindestbeitrag 10 € monatlich
  • maximale Absicherung, darf das Volumen der Pflegeversicherung nicht überschreiten
  • keine Gesundheitsprüfung bzw. Ablehnung aufgrund von Vorerkrankungen
  • keine Vereinbarung von Leistungsausschlüssen oder Risikozuschläge

Sind diese Voraussetzungen erfüllt wird die Versicherung jährlich mit 60 € pauschal gefördert.

Natürlich bieten die meisten Versicherungen mehr als den üblichen Basistarif an. Oft entfällt dann jedoch die Förderung.

Ob sich ein erweiterter Versicherungsschutz für mich tatsächlich bezahlt macht ist wie immer von meiner eigenen finanziellen Situation abhängig.

Ist die Übernahme von 100% der Pflegeheimkosten wirklich notwendig?

Es entstehen bei einem Umzug in ein Pflegeheim durchschnittlich 3000 €  Pflegeheimkosten.

Die Pflegekasse übernimmt davon derzeit mindestens. 1064 €.

Somit muss derzeit ein maximaler Betrag von ca. 1950 € gedeckt werden.

Nehmen wir die Standardrente, die derzeit bei 1 217,25 € in den neuen Bundesländern liegt als Vergleichsgröße.

Pflegeheim: ca. 3000 €
Pflegekasse: mind. 1064 €
Standardrente: durchschn. 1200€
verbleibender Eigenanteil: ca. 736 €

 

Hätte ich mit 35 Jahren eine staatlich geförderte Pflegzusatzversicherung abgeschlossen. In diese bezahle ich ca. 10 € monatlich ein. Dann würde ich derzeit, abhängig von der Versicherung im Pflegefall 900 € Pflegemonatsgeld bekommen (am Beispiel der HanseMerkur*).

Im oben genannten Beispiel wäre dies ausreichend, wenn ich keine anderen außergewöhnlich hohen Kosten zu bedienen habe.

Wie bei allen Versicherungen lohnt sich auch bei einer Pflegezusatzversicherung der Vergleich.

Ausgewählte Angebote können Sie sich bei Finanzen.de* oder bei Tarifcheck24* zukommen lassen.