Pflegestufen und Geld

Die Höhe der Pflegestufe und Geld, das ich erhalte hängen voneinander ab. Zwischen stationärer Pflege und ambulanter Pflege gibt es Unterschiede. Diese möchte ich hier aufzeigen.
Es geht um das liebe Geld. Ich erzähle nichts Neues, wenn ich sage, dass dies ein heikles Thema ist.
Der eine hat genug, für den spielen ein paar Euro mehr oder weniger keine Rolle. Die große Masse zu der ich natürlich auch gehöre, hat nie genug. Da ist es  schon entscheidend wie viel ich im Monat, für den Pflegedienst oder das Pflegeheim, aus der eigenen Tasche bezahlen muss.  Aus diesem Grund will ich erst beschreiben was es bedeutet eine Pflegestufe zu haben.

Pflegestufe – Geld von der Pflegekasse

Wenn ich zu hause lebe und pflegebedürftig bin. Bekomme ich, nachdem der MDK da war einen Brief, in dem mir meine Pflegekasse freundlich mitteilt, dass ich Pflegestufe 1 habe und Leistungen von Ihnen bekomme.

Welche Leistungen ich bekomme ist abhängig von dem was ich beantragt habe. Entweder bekomme ich ein Pflegegeld oder ich kann einen Pflegedienst beauftragen und dieser rechnet die erbrachten Pflegesachleistungen mit der Pflegekasse ab. Habe ich Kombinationsleistungen beantragt, dann bekomme ich neben den Pflegesachleistungen noch einen Betrag überwiesen.

Lebe ich jedoch in einem Pflegeheim, dann übernimmt die Pflegekasse, abghängig von meiner Pflegestufe, einen Teil der Kosten, die durch das Pflegeheim entstehen. Den anderen Teil muss ich selbst aufbringen.

Unterschied stationärer zu ambulanter Pflege

Zwischen  Pflegeheim und der Pflege zu Hause entstehen in meinem Geldbeutel unterschiedliche Auswirkungen beim Wechsel einer Pflegestufe.

Mehr Pflegestufe = höherer Pflegeaufwand, Höhere Pflegestufe = mehr Pflegeaufwand

Es ist unbestritten erhöht sich der Pflegeaufwand ist die Anpassung der Pflegestufe sinnvoll.
Gehen wir davon aus, Sie oder ich sind pflegebedürftig und leider haben unsere Einschränkungen zugenommen benötige ich mehr Hilfe im Alltag. Dieses Mehr rechtfertigt eine höhere Pflegestufe.

ambulante Pflege = Vorteil

Bekomme ich, wenn ich zu Hause lebe, eine höhere Pflegestufe kann ich mir mehr Pflegesachleistungen einkaufen oder bekomme mehr Pflegegeld. Dies ist aus meiner Sicht und der meiner Angehörigen natürlich ein Vorteil.

Entweder trägt es zur Entlastung der Menschen bei, die mich Pflegen. Oder ich muss weniger aus eigener Tasche bzahlen, wenn ich den Pflegedienst mehr in Anspruch genommen habe.

Aus diesem Grund ist die Erhöhung der Pflegestufe im ambulanten Bereich postiv zu sehen. Anders sieht es im Pflegeheim aus.

stationäre Pflege = Nachteil

Wird im Pflegeheim von der Pflegekasse einer höheren Pflegestufe zugestimmt, dann habe ich auch hier Anspruch auf einen höheren Betrag. Die höhere Pflegestufe rechtfertigt aber auch, dass das Pflegeheim einen höheren Tagessatz abrechnet. Dies bedeutet dann dass ich als Pflegebedürftiger zwar mehr von der Pflegekasse bekomme, aber der Anteil den ich selbst bezahlen muss auch steigt. Dies kann dann schon mal im Monat 100- 400 € ausmachen. Das ist abhängig von der Pflegestufe und den Tagessätzen des Pflegeheimes.

Das ist der Grund warum eine Änderung der Pflegestufe bei Menschen, die in einem Pflegeheim leben aus Sicht des Geldes negative Auswirkungen haben.

Warum Pflegeheime ein Interesse daran haben möglichst hohe Pflegestufen zu erreichen und warum dies bei einem seriös arbeitendem Pflegeheim auch gerechtfertigt ist erfahren Sie im nächsten Artikel, der hier erscheint.

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