Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes

Der Wunsch jedes Menschen ist, unabhängig davon ob ihn eine Krankheit oder Pflegebedürftigkeit einschränkt, zu Hause zu leben und versorgt zu werden.

Wenn wir uns in unseren vier Wänden umsehen, sind diese in den seltesten Fällen behindertengerecht eingerichtet.

Oft beginnt es schon vor der Haustüre. Da ist der Hauseingang nicht mit Rollator oder Rollstuhl zu begehen. Ähnlich sieht es in den Bädern aus. Nicht selten sind die Duschen oder Badewannen durch zu hohe Einstige nicht behindertengerecht.

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen . Leistung der Pflegeversicherung

Sind aufgrund von Pflegebedürftigkeit oder psychischen Einschränkungen Veränderungen im Wohnumfeld des Betroffenen notwendig, dann beteiligt sich die Pflegekasse an diesen.

Der Gesetzgeber hat mit dieser Unterstützung drei unterschiedliche Aspekte, als Ziel verfolgt:

Infografik: Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes
Infografik: Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes
  1. durch den Umbau (oder eine andere Maßnahme) wird  die Pflege zu Hause überhaupt erst ermöglicht.
  2. eine Überforderung des pflegebedürftigen oder seiner Angehörigen wird vorgebeugt, indem die Pflege erleichtert wird
  3. die Abhängigkeit des Betroffenen von anderen Personen wird verringert und dadurch wird die Selbstständigkeit gefordert

Umbaumaßnahme und Pflegestufe

Die gute Nachricht ist, dass die Höhe der Fördersumme nicht an die Pflegestufen gebunden ist. Sowohl Menschen, die eine eingeschränkte Alltagskompetenz haben, als auch Menschen, die Pflegestufe 1 oder höher haben, können Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes beantragen.

Pro Maßnahme stehen jedem Menschen bis zu 4000 € zu.

Dies reicht sicherlich bei den einen oder anderen Veränderungen nicht komplett aus. Aber es ist eine große Unterstützung, die hier gewährt wird. Es kommt wieder der Grundsatz zum tragen, dass die Pflegeversicherung keine Vollkaskoversicherung ist.

Wohnen Sie,  als pflegebedürftige Person in einer Wohngemeinschaft, dann stehen für notwendige Änderungsmaßnahmen, die mehreren Personen zu Gute kommen, bis zu 16.000 € zur Verfügung. Als Beispiel fällt mir hier ein Badumbau ein. Oder die Veränderung eines Eingangsbereiches.

Ihr Zustand hat sich verändert…

Das ist ein weiterer Vorteil. Oben habe ich geschrieben, dass einer einzelnen Person bis zu 4.000 € zusteht. Dieser Betrag entspricht keinem Jahresbudget oder ähnlichem.

Wenn sich Ihr Zustand innerhalb eines Jahres verändert und Sie benötigen aufgrund dieser Veränderung eine erneute Anpassung an Ihren Gesundheitszustand. Dann können Sie erneut einen Antrag stellen und bekomme wieder bis zu 4.000 € als Unterstützung.

Welche Maßnahmen werden genehmigt

Dies hängt im großen Teil vom zuständigen Sachbearbeiter ab. Im Gesetz sind folgende Maßnahmen aufgeführt:

  • Anpassung der Wohnumgebung an die geänderten Bedürfnisse ( zum Beispiel: Treppenlift (Treppenlift Angebote kostenlos vergleichen *), Aufzüge, Einbau von Fenstern mit an die notwendige Höhe angepasste Griffe (Kostenloser Anbietervergleich für Fenster*)
  • Änderungen an Wänden, Türen, oder Wasserleitungen (zum Beispiel: Türverbreiterungen, Verlegen von Wasseranschlüsse für Hygieneeinrichtungen, Einbau von Liftersystemen im Bad)
  • technische Hilfen für den Haushalt (Austausch der Badewanne durch der Behinderung entsprechende Dusche, Umbau von Arbeitsplatten oder anderen Möbeln.

Es kann vorkommen, dass nach eingehender Prüfung die Erkenntnis reift, dass die derzeitigen vier Wände nicht mehr die geeigneten sind. ( da die Wohnung im vierten Stock liegt und eine Wohnung im Erdgeschoss besser ist). Sollte ein Umzug die Situation wesentlich verbessern kann auch dieser bezuschusst werden.

In Zukunft können sie unter Neuigkeiten von einzelnen Produkten, die das Leben mit Menschen mit Demenz vereinfachen lesen. Das Abonnieren von RSS-Feed oder Newsletter lohnt sich.




 

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