Pflegegeld für Angehörige

Sind Sie oder Ihr Angehöriger in der Selbstständigkeit eingeschränkt und Leben zu Hause. Und haben eine Pflegestufe oder eine eingeschränkte Alltagskompetenz. Dann haben Sie Anspruch auf Pflegegeld. Zumindest solange Sie keiner Hilfe eines Pflegedienstes bei der Versorgung bedürfen. (Pflegesachleistungen).

Heute ist es Realität, dass eine Pflege durch Familienangehörige, nur noch selten sichergestellt werden kann. Nehmen Angehörige diese Aufgabe trotzdem in Kauf. Dann kann es passieren, dass der Angehörige, der die Pflege übernimmt eigene finanzielle Einschnitte in Kauf nimmt. Das ist der Fall, wenn der Verdienst ausfällt oder der Angehörige seinen Beschäftigungsumfang reduziert.

Das Pflegegeld dient dazu Pflegepersonen zu entschädigen. Und um den pflegebedürftigen Menschen, die dazu in der Lage sind, Selbstbestimmung und Selbstständigkeit zu erhalten.

Seit 1.1.2015 wurde zusätzlich noch eine so genannte Pflegezeit eingeführt. Diese soll Angehörige, die aufgrund eines akuten Ereignisses die Pflege organisieren müssen, unterstützen.

Pflegegeld für Angehörige

Abhängig von der Höhe Ihrer  Pflegestufe bekommen Sie als Mensch, der auf Hilfe angewiesen ist, das Pflegegeld auf Ihr Konto überwiesen. Was Sie dann mit diesem Geld machen. Das bestimmt die Pflegekasse nicht. Wichtig ist nur, dass die Pflege und die hauswirtschaftliche Versorgung sichergestellt ist.

Sie können das Geld zu dem Zweck einsetzen, zu dem Sie es verwenden möchte. Sie können es

  • zwischen Ihren Kindern aufteilen,
  • können Ihren Ehepartner etwas davon geben,
  • oder zusammen mit Ihrem Ehepartner für Ihren Alltag sorgen.

Natürlich ist es auch möglich Hilfe von anderen Menschen „einzukaufen“. Dies können Nachbarn, unterstützende Dienste oder eben auch die Pflegekraft aus anderen Ländern sein.

Pflegegeld steuerpflichtig oder nicht?

Wird das Pflegegeld an Angehörige überwiesen, dann ist dies genaugenommen ein Einkommen für die Pflegeperson. Einkommen muss in Deutschland versteuert werden.

Dies trifft für das Pflegegeld nicht zu, wenn es an Angehörige weiter gegeben wird. Diese müssen das Pflegegeld nicht versteuern.

Es muss nur versteuert werden, wenn ich einen Menschen versorge mit dem ich nicht verwandt bin.

Pflegegeld – nur in der eigenen Wohnung

Der Anspruch auf Pflegegeld ist nicht daran gebunden, dass der Mensch in seiner eigenen Wohnung lebt. Er kann auch im Haushalt eines Angehörigen, oder seiner Pflegeperson leben.

Wichtig ist nur, dass die Pflege und die hauswirtschaftliche Versorgung erbracht wird.

Zieht ein Mensch in ein Pflegeheim um, dass im Sinne der Pflegeversicherung, als stationäre Pflegeeinrichtung anerkannt ist. Dann erlischt der Anspruch auf Pflegegeld.

Pflegegeld und Kurzzeitpflege

Nehmen Sie als pflegebedürftiger Mensch die Kurzzeitpflege in Anspruch. Wird für die Dauer von vier Wochen pro Kalenderjahr, das Pflegegeld um die hälfte reduziert weiter bezahlt.

 

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Dieser Beitrag ist Teil der Serie zum Pflegegeld. Bisher erschienen: