Unterhalt bei Pflegeheimumzug

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„Was passiert mit mir, wenn mein Ehepartner ins Pflegeheim muss?“ Hinter dieser Frage verbergen sich in den meisten Fällen existentielle Ängste. Es wird immer wieder von schrecklichen Schicksalen berichtet. Ob das auf Ihre Situation auch zutrifft, mit was Sie rechnen müssen und wie Sie vorsorgen können. Antworten zu diesen Fragen finden Sie in diesem Beitrag.

Sie haben im Bekannten und Freundeskreis bestimmt auch schon davon gehört. Das über Betroffene berichtet wird, die zur Finanzierung des Pflegeheims das Haus verkaufen mussten. Da musste der Ehepartner aus dem Haus ausziehen und in eine kleinere Wohnung umziehen. Sicher kennen Sie noch einige Berichte dieser Art.

Welche Kosten entstehen bei einem Pflegeheimumzug.

Die Frage welche Kosten auf Sie zu kommen, wenn ein Umzug ins Pflegeheim ansteht habe ich im Beitrag: Pflegeheim: Zu teuer oder Abzocke? ausführlich beschrieben. Daher beschränke ich mich hier nur auf einen groben Überblick.

Ein durchschnittlicher Pflegeheimplatz kostet um die 3000€ im Monat. Davon übernimmt die Pflegekasse –  abhängig von der Pflegestufe – ab Pflegestufe 1 mindestens 1064 €.

Bis Ende 2016 steigen die Kosten für das Pflegeheim je höher der Pflegebedarf ist. Es steigt auch der Betrag den die Pflegekasse übernimmt. Da dieser aber nicht in dem Maße steigt, dass er die Mehrkosten des Pflegeheimes abfängt. Ist es derzeit noch so: Die Kosten, für die Sie selbst aufkommen müssen, steigen je höher der Pflegeaufwand ist.

Hier ändert sich ab 2017 die Systematik. Dies werde ich in einem späteren Artikel noch erläutern.

Aber zurück zu unserer Berechnung. Welche Kosten kommen auf Sie zu. Ziehen Sie den Betrag der Pflegekasse von den Kosten des Pflegeheimes ab, dann bleiben am Ende ca. 2000€ übrig. Die Sie aus eigenem Einkommen monatlich bezahlen müssen.

Diese Beträge sind pauschale Beträge. Sie dienen nur der Veranschaulichung. Eine detaillierte Berechnung Ihrer eigenen Situation hängt immer vom Pflegeheim Ihrer Wahl ab und von der Pflegebedürftigkeit.

Wie können diese Kosten gedeckt werden

Wie können Sie die Kosten, die Sie selbst bezahlen müssen, gedeckt werden?

An erster Stelle steht immer das Einkommen und die Vermögenswerte des Ehepartners der ins Pflegeheim einzieht. Das sind in den meisten Fällen, alle Arten von Rentenzahlungen (Altersrente, Betriebsrenten, Beamtenrente, private Rentenversicherung, Witwenrente, Erwerbsminderungsrente usw.)

Selbstverständlich können auch alle anderen monatlichen Einkommensarten verwendet werden. Wie Einkommen aus Aktien, Zinsen auf Vermögenswerte, Mieteinnahmen und vieles mehr.

Was passiert, wenn die Rente des Ehepartners nicht ausreicht

Was aber passiert, wenn die Rente des Betroffenen nicht ausreicht und er kein anderes Einkommen hat. Und das ist inzwischen das weitaus plausiblere Szenario. Dann ist das Recht derzeit in Deutschland so geregelt. Der Ehepartner  muss für die entstehenden Kosten aufkommen.

Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben. Die Ehefrau hat drei Kinder groß gezogen. Und Sie hat daher wenig in die Rentenkasse eingezahlt. Logische Konsequenz. Ihre Rente fällt dementsprechend klein aus.

Wird Sie Pflegebedürftig und kann nur in einem Pflegeheim versorgt werden, dann reicht die Rente nicht aus um die Kosten zu decken.

In diesem Fall ist der Ehepartner verpflichtet für die Kosten aufzukommen.

Bis zu welchem Betrag muss ich die Kosten decken?

Grundsätzlich muss der Ehepartner alle entstehenden Kosten decken.

Jetzt kommen wir zu einem sehr heiklen Thema.

Wenn die Einkünfte des Ehepartners, der nicht ins Pflegeheim einzieht, auch nicht für die Kostendeckung ausreichen.

Dann gibt es nur noch die Möglichkeit. Einen Antrag auf Sozialhilfe zu stellen. Für viele Menschen ein schwieriger Schritt. Bedeutet er doch, dass alles offengelegt werden muss.

Bevor die staatlichen Stellen einspringen, werden nicht nur die Einkünfte des Ehepartners, sondern auch die Einkünfte und Vermögensverhältnisse der Kinder einer Prüfung unterzogen.

Grundsätzlich gilt, dass weder Kinder noch Ehepartner ihr gesamtes Vermögen für die Kostendeckung einsetzen müssen.

In Augenschein genommen wird die:

  • Einkunftssituation
  • und Vermögenssituation.

Welchen Betrag ein Ehepartner für seinen Eigenbedarf behalten darf ist in der Düsseldorfer Tabelle geregelt.

Ist der Ehepartner erwerbstätig liegt der Selbstbehalt seiner Einkünfte bei 1080 €. Ist er nicht mehr erwerbstätig. Dann liegt der Selbstbehalt bei 880 €.

Bei Vermögenswerten gibt es ein sogenanntes Schonvermögen. Dazu zählen:

  • Vermögen aus öffentlichen Mitteln, das dazu dient den Aufbau oder die Sicherung einer Lebensgrundlage oder zur Gründung eines Hausstandes gewährt wird bzw. wurde.
  • angemessener Hausrat
  • Gegenstände, die zur Aufnahme oder zur Fortsetzung der Berufsausbildung oder der Erwerbstätigkeit unentbehrlich sind.
  • Familien- und Erbstücke
  • Gegenstände, die zur Befriedigung, geistiger, besonders wissenschaftlicher oder künstlerischer Bedürfnisse dienen und deren Besitz kein Luxus ist.
  • kleinere Barbeträge.

Auch das Hausgrundstück und das Familieneigenheim zählen zum Schonvermögen – sofern es angemessen erscheint. Dazu zählen keine Mehrfamilienhäuser, Appartmenthäuser und Geschäftsgebäude.

Auch wenn der Antragsteller in ein Pflegeheim umgezogen ist. Verliert das Eigenheim den Status als Schonvermögen nicht. Wenn es durch den Ehegatten bewohnt wird.

Wie können Sie für Kosten durch Pflegebedürftigkeit vorsorgen

Sie können sich inzwischen mit staatlicher Hilfe vor der Kostenlücke schützen. Der sogenannte Pflege-Bahr ist eine Versicherung der als sogenannte Pflegezusatzversicherung angeboten wird. Ähnlich wie bei der Riester-Rente können Sie mit staatlicher Förderung für eine Pflegebedürftigkeit vorsorgen.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie durch Klick hier.

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