Stationäre Pflege

Oft wird das Pflegeheim als letzte Alternative genannt. Ein Schreckgespenst. Die Tatsache, dass jeden ein Umzug ins Pflegeheim treffen kann, wird verdrängt. Vielleicht können Fakten zu einem Umdenken beitragen.

Das ZDF hat eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen veröffentlicht, die zum Ausdruck bringt, das für 39% der Befragten  ein Umzug in ein Pflegeheim nicht in Frage kommt.

Provokativ gesagt, könnte den 40 % ein großer Teil an Egoismus vorgeworfen. Da dies bedeutet, dass sie von anderen verlangen, die Pflege zu Hause zu gewährleisten. Realistisch muss gesehen werden, dass viele dieser Ablehner eines Pflegeheimes, später die Mittel nicht haben werden, um sich zu Hause in der Weise versorgen zu können, wie es in einem Pflegeheim der Fall sein wird.  Eigentlich bleibt aus meiner Sicht nur die Möglichkeit sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen um diese Ängste abzubauen und sich und seinen Angehörigen für den Fall der Fälle einige Unsicherheit und Aufregung zu ersparen.

Unterschied vollstationär und teilstationär

Habe ich im oberen Abschnitt von Pflegeheimen gesprochen so fallen diese unter den Begriff „vollstationär“. Schon aus dem Begriff leitet sich die Tatsache ab, dass hier ein vollkommener Umzug in eine Einrichtung notwendig ist.

Zum Leistungsangebot eines jeden Pflegeheimes gehört:

  • Rund-um-die-Uhr Betreuung durch qualifiziertes Pflegepersonal
  • 4-5 Mahlzeiten
  • Einzelzimmer (bzw. maximal 2-Bettzimmer) je nach Bundesland unterschiedlich, da dies Landesrecht ist
  • Aufenthaltsflächen außerhalb des eigenen Zimmers
  • Angebote zur Alltagsgestaltung (dies legt jeder Träger unterschiedlich aus)

Teilstationäre Einrichtungen sind die Angebote der Tages-und Nachtpflege. Bei diesen Angeboten werde ich als Kunde zu bestimmten Zeiten in einer Einrichtung betreut und verbringe die restliche Zeit des Tages bzw. der Woche in meinen eigenen vier Wänden. Hierbei bin ich als Pflegebedürftiger nicht auf Tage festgelegt, sondern kann das Angebot so wählen, dass es zum Beispiel meiner Ehefrau wieder Freiräume schafft.

Noch wenig ausgebaut, ist die Möglichkeit der Nachtpflege. Wäre ich ein Mensch, der des Nachts wenig schläft und unruhig ist, so dass meine Angehörigen nicht  zur Ruhe kommen, dann besteht auch die Möglichkeit, dass ich Nachts in einer Einrichtung bin und am Tag zu Hause.

Zum Mindest-Angebot einer Tagespflege gehört folgendes:

  • Mahlzeiten
  • Ruhemöglichkeiten
  • gemeinsame Gestaltung des Alltags
  • pflegefachliche Betreuung

Die richtige Einrichtung finden

Es gibt viele Kriterien, die eine gute Einrichtung ausmachen. Wie schon häufiger auf dieser Seite erwähnt ist es sinnvoll sich damit schon frühzeitig zu beschäftigen. Es wäre schade, wenn der Fall eintritt, dass die Pflege zu Hause nicht mehr leistbar ist, die Kriterien „freier Platz“ und „billig“ den Ausschlag für die Wahl des Pflegeheimes geben.

Eine Übersicht über die Einrichtungen, die es gibt findet sich beim AOK Pflegeheimnavigator.

Am Besten ist es, wenn ich bereits Menschen kenne, die in einem in Frage kommenden Pflegeheim leben. Diese kann ich besuchen und mir so einen Eindruck von der Einrichtung machen.

Viele Einrichtungen bieten auch Feierlichkeiten oder Tag der offenen Türe an, an denen die Einrichtungen für die Öffentlichkeit geöffnet sind. Selbstverständlich kann ich bei jeder guten Einrichtung anrufen und einen Termin vereinbaren.

Eine weitere Möglichkeit die Qualität und Atmosphäre eines Pflegeheimes kennen ist die Kurzzeitpflege.

 

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